Sinn-Technologien

Unverlierbarer Drehring

Äußerer Drehring, der durch eine spezielle Konstruktion vor Verlust geschützt ist.

Herkömmlicherweise werden Drehringe durch einen Einschnappmechanismus mit dem Gehäusekörper verbunden. Bei ungünstigen Stößen kann hierbei der Ring abspringen und die eingestellte Merkzeit verlorengehen. Zahlreiche SINN-Uhren werden daher mit einem Sicherheitssystem ausgestattet, welches diese Schwachstelle beseitigt.

Kernstück der Konstruktion ist ein elastischer, nicht geschlossener Verliersicherungsring, der sich im Inneren des Drehrings befindet. Mit Hilfe von mehreren seitlich ansetzenden Schrauben wird dieser Ring in sich zusammengeschoben, bis er den Spalt zwischen Drehring und Gehäuse überbrückt. Nur durch Entfernen der Schrauben entspannt sich der Verliersicherungsring wieder und zieht sich aus dem Spalt zurück, so dass der Drehring vom Gehäuse abgenommen werden kann.


Ar-Trockenhaltetechnik – erhöhte Funktions- und Beschlagsicherheit

Die Ar-Trockenhaltetechnik löst ein grundsätzliches Problem mechanischer Uhren: Die Alterung der Öle auf Grund von enthaltener und/oder nachdiffundierender Luftfeuchtigkeit im Inneren der Uhr. Mit Hilfe der drei Elemente der Ar-Trockenhaltetechnik (Trockenkapsel, Schutzgasfüllung und EDR-Dichtungen = extrem diffusionsreduzierend) wird das Uhrwerk in einer nahezu trockenen Atmosphäre gelagert. Alterungsprozesse und Anlaufen des Deckglases bei Kälteschocks werden verhindert, Funktionssicherheit und Ganggenauigkeit bleiben erhalten.

Auf alle Uhren, die mit der Ar-Trockenhaltetechnik ausgestattet sind, gewährt Sinn Spezialuhren drei Jahre Garantie.

Sinn-Trockenkapsel

 

Magnetfeldschutz – gleichmäßigere Ganggenauigkeit

Magnetfelder, die von Elektromotoren, Lautsprechern oder magnetischen Schließen ausgehen, bedingen die Aufmagnetisierung der Nivarox-Spiralfeder und beeinträchtigen damit die Ganggenauigkeit. Wir lösen dieses Problem durch einen Schutzmantel, der aus einem geschlossenen, weichmagnetischen Gehäuseinnenraum aus Zifferblatt, Werkhaltering und Gehäuseboden besteht. Mit diesem Magnetfeldschutz gehen wir weit über die DIN für antimagnetische Uhren hinaus und minimieren magnetische Störeinflüsse.

Beispiel eines SINN-Magnetfeldschutzes durch einen Weicheisenkäfig.

 

TEGIMENT – stark erhöhte Kratzfestigkeit durch Oberflächenhärtung

Die TEGIMENT-Technologie erhöht den Härtegrad des Basismaterials, wie zum Beispiel Edelstahl, um ein Vielfaches. Erstmals wurde diese Technologie 2003 in Basel auf der internationalen Uhren- und Schmuckmesse mit dem Duochronographen 756 vorgestellt und löste damit die 2002 präsentierte Eishärtung von nickelfreien Uhrengehäusen ab. Ursprünglich kam sie nur bei Edelstahlgehäusen zur Anwendung. Inzwischen bezeichnet diese Technologie alle Materialien mit einer gehärteten Oberfläche.

Die TEGIMENT-Technologie bietet einen sehr effektiven Schutz gegen das Verkratzen. Um dies zu erreichen, wird keine Beschichtung aufgetragen. Vielmehr ist es das Material selbst, das im Oberflächenbereich durch ein besonderes Verfahren gehärtet wird und gleichsam einen Schutzmantel (lat.: tegimentum) ausbildet. Die Oberfläche einer Uhr, die mit der TEGIMENT-Technologie gehärtet wurde, ist damit um ein Vielfaches besser gegen Kratzer geschützt, als dies die Härte des Basismaterials bieten könnte.

 

Die schwarze Hartstoffbeschichtung – hohe Qualität nur in Kombination mit der TEGIMENT-Technologie

Sinn Spezialuhren verwendet Hartstoffbeschichtungen (sogenannte PVD-Beschichtungen) ausschließlich bei TEGIMENT-Oberflächen. Denn nur in dieser Kombination kann die hohe Qualität der PVD-Farbschichten erreicht werden.

Der Härteverlauf des TEGIMENT ist kontinuierlicher Art, das heißt, die hohe Härte der Oberfläche geht ganz allmählich in die Grundhärte des Werkstoffs über. Dies eröffnet die Möglichkeit, eine PVD-Farbbeschichtung aufzubringen, ohne dass das sonst bekannte Abplatzen der Farbschicht vom Gehäusekörper befürchtet werden muss.

Zur Erläuterung: Farbschichten, die durch das sogenannte PVD -Verfahren aufgebracht werden, sind außerordentlich hart. Auf Grund des großen und sprungartigen Härteunterschieds zwischen Hartstofffarbschicht und dem Trägermaterial neigen diese dazu, bei Belastung einzubrechen, weil sich die harte Schale (PVD Farbschicht) hier übergangslos um einen sehr weichen Kern (Gehäusewerkstoff) legt. Das Trägermaterial gibt bei punktueller Belastung nach und kann die äußere Schicht nicht genügend abstützen. Dies nennt man den „Eierschaleneffekt“. Die Härte der TEGIMENT-Oberfläche hingegen stützt die Hartstoffschicht. Dadurch wird der Eierschaleneffekt verhindert und eine Abnutzung der Farbschicht drastisch reduziert.

Auch wenn die durch das PVD-Verfahren aufgebrachte Farbschicht eine außerordentliche Härte aufweist, kann sie bei Kontakt mit härteren Materialien Schaden nehmen. Dies entspricht dem aktuellen Stand der Technik und lässt sich deshalb auch nicht verhindern. Denn im Unterschied zu einem durchgefärbten Material bleibt eine Farbschicht unter bestimmten Umständen immer angreifbar.

 

Temperaturresistenztechnologie – funktionssicher von - 45 °C bis + 80 °C

Die dauerhafte Ganggenauigkeit eines mechanischen Uhrwerks hängt entscheidend von der Schmierung seiner beweglichen Teile ab – dies gilt erst recht in extremen Temperaturbereichen. Ist die Uhr einer kalten Umgebung ausgesetzt, so wird das Öl zähflüssiger und kann sich schließlich so weit verhärten, dass der Uhrenmechanismus stehenbleibt. Um trotz härtester Einsatzbedingungen die Funktionssicherheit gewährleisten zu können, kommt das SINN-Spezialöl zum Einsatz. Mit seinen hervorragenden Eigenschaften liefert es eine alterungsbeständige Schmierung im Temperaturspektrum von - 45 °C bis + 80 °C.

Zwar ist für eine SINN-Uhr, die in einem extrem breiten Temperaturspektrum eingesetzt wird, eine Schmierung mit SINN-Öl unerlässlich. Jedoch reicht diese Maßnahme alleine nicht aus. Genauso wichtig wie die Ölschmierung ist die Toleranzauswahl der Uhrwerkteile. Denn nicht nur das Öl wird bei der Erwärmung zähflüssig, auch die Bauteile verändern ihre Abmessung in sehr differenziertem Maße. Sinn Spezialuhren begegnet diesem negativen Effekt durch eine Einzelprüfung der Uhren im Klimaschrank, die im Rahmen der Qualitätskontrolle den extremen Temperaturbereich einwandfrei durchlaufen müssen.



 

In der sehr beliebten U1 S E - der Taucheruhr im Retro-Stil -  sind zum Beispiel viele dieser Technologien vereint

Durch anklicken des Bildes gelangen Sie zur Sinn-Website mit weiteren Informationen. Die Firma Sinn Spezualuhren bietet noch weitere Technologien, wie die Diapalhemmung. Bei uns erhalten Sie eine umfangreiche Beratung von mir als Uhrmachermeister. .

Wenn Ihr Wunschmodell nicht am Lager ist, bestellen wir die Uhr für Sie gerne und völlig unverbindlich zu Ansicht. Nach dem Kauf stehen wir mit unserer hauseigenen Sinn Service-Werkstatt, incl.Austattung für die Trockenhaltetechnik, an Ihrer Seite.